26. Juli 2013

Back to Bulgaria

Am letzten Freitag war es endlich soweit!! Um 8 Uhr morgens mache ich mich auf den 2.500 km langen Weg nach  Bulgarien und Sofia. 

Speicher Hbf

Zuerst 2,5 h mit dem Zug nach Köln, um dann gut eineinhalb Stunden zu warten und um 12:15 Uhr in den Non-stop Bus nach Sofia zu steigen. Bei einer regulären Fahrzeit von 33 h wäre ich, wie ja jeder selber hin bekommt, um kurz nach Neun Samstag abends angekommen. Da sich der serbische Zoll aber leider nichts aus Fahrplänen macht, verschiebt sich meine Ankunft mal um über 4h und ich komme um 1 Uhr Sonntags morgen am ZOB in Sofia an... :-/  
Auch war der Bus ziemlich ausgebucht, was ich in Köln nicht erwartet hätte, als ich mit nur zwei weiteren Passagieren da saß. Bis auf ein weiteres Mädel waren alles Bulgaren oder andere Nationalitäten. Da wir des öfteren Pausen einlegten, habe ich auch ein paar Interessante Männer, die auf der Heimreise waren, kennen gelernt. Neben der Tatsache, dass sie mir andauernd Zigaretten angeboten haben, haben sie mir dann auch erzählt wo in Sofia die beste Diskothek und der beste Puff zu finden sind, weil deswegen wäre ich doch auf dem Weg nach Bulgarien...??? :-)

Kosta, der mich schon vergebens nach Fahrplanangaben versucht hat abzuholen ist längst wieder daheim, als ich mit dem Taxi bei ihm vorfahre und er meint als ich in der Tür stehe nur: "Sorry we wanted to serve hot Schnitzel for Welcome you, but now you've to eat em cold..." :-)


Einfach Wahnsinn! Ich bleibe bis Dienstag, den Sonntag verschlafe ich recht erfolgreich, bei ihm. Tat super gut und war ein tolles Gefühl wieder unter Travellern und Gleichgesinnten zu sein. Zwei schöne Tage an denen wir gegenseitig Travell-Stories erzählen und Zukunftspläne austauschen oder auch einfach nur so Quatsch machen... 


mit Kosta in Sofia


Am Dienstag dann mache ich mit dem Bus auf die verbleibenden 180 km bis Idilevo zu meiner guten treuen "Melody". Der Busfahrer der mich partout nicht, entgegen der sonst in BG üblichen Gepflogenheit Passagiere bei Bedarf und Wunsch überall aussteigen zu lassen, raus lassen will, macht mir klar ich müsse bis zum nächsten Stop in Veliko Tarnovo mitfahren, bis er auf einmal wider Erwarten in Sevlievo dann doch jemanden raus lässt und ich recht mürrisch und mir reichlich verarscht vorkommend auch die Gelegenheit ergreife dort von Bord zu gehen. "Immer noch besser als V. Tarnovo", denke ich mir und rufe Doug und Polly im Motocamp per Handy an, ob mich nicht jemand hier aufsammeln könnte? 

Während ich also zur nahe gelegenen Tankstelle stiefel sehe ich doch auf einmal ein Schild, das mir nur allzu gut bekannt vorkommt und ich erinnere mich wieder daran, wie in meiner Lehrzeit immer alle um ihren Arbeitsplatz bangten, da ja im bulgarischen Werk alles so viel billiger zu produzieren sei...


Jetzt weiß ich, dass sie von dem IS-Werk in Sevlievo redeten... :-)



Also holt mich "Peachi" an der Tankstelle ab und bringt mich zum "Motocamp", wo ich dann auch Doug kennen lerne. Amerikaner und der eigentliche Besitzer des Camps und nach einem kurzen smalltalk dann...

Melody!!!
... meine sehnsüchtig erwartete und bisher so treue Gefährtin Melody wieder habe!!! *freu* :-)

Bis auf einen Plattfuss am Vorderrad kann ich auf den ersten Blick nichts Verdächtiges erkennen. Kein ausgelaufenes Öl und auch sonst scheint noch alles an seinem Platz zu sein. Also mache ich mich daran mein Zelt aufzubauen und lasse den Abend bei einem  leckeren bulgarischen "Mussakka" und Bier ausklingen, was Poly, Dougs Freundin für alle Anwesenden zubereitet. 

Am nächsten Morgen mache ich mich daran mein gutes Stück genauer zu inspizieren und da ich nun wieder solo und um einiges leichter unterwegs bin, ist ein neues Justieren des Fahrwerks notwendig. Also einmal mehr sämtliche Verkleidungen, Sitzbank, Kofferträger, Gepäckbrücke, mehr oder weniger alles hinten herum abbauen und Rahmen anheben.


man beachte die Portraits einiger bekannter Persönlichkeiten auf dem Regal
Doug, der selber schon 4 "Round the world"-Trips hinter sich hat, hilft mir ein wenig und so wird es natürlich nie langweilig da, wir ausreichend Gesprächsstoff über die Tricks und Kniffe beim Grenzübergang in die Mongolei, nach Turkemistan, Usbekistan, den Iraq, den Umgang mit korrupten Polizisten in Russland und vieles mehr haben und ich mich rundum gut aufgehoben fühle...!! ;-)
Hinzu kommt, dass Doug jmd. von der Harley-Davidson Fraktion ist und seine Reisen nicht mit einem Enduro-Motorrad macht, sondern eben mit Harleys und das auf allen Pisten kreuz und quer durch die Welt.

Während wir das Fahrwerk neu einstellen und ich einmal mehr den Dreck und Speck sehe, den dieses immer vom Hinterrad abbekommt, da es ja genau in "Flugrichtung" des Selbigen liegt



beschließe ich nun endlich etwas dagegen zu unternehmen. Natürlich gibt es im Zubehörhandel für entsprechendes Geld Schmutzabweiser etc., aber da ich aus finanziellen Gründen und wegen sofortiger Verfügbarkeit mehr auf "do-it-yourself" stehe und Doug auch so denkt, hat er eine gute Idee, als ich ihm erzähle was ich mir wie vorstelle.

Also schneiden wir aus einem alten Stück Schlauch ein entsprechendes Teil aus


und voila....


Mal gespannt wie es sich unterwegs bewährt?


Da sie im "Motocamp" natürlich mit reisenden Bikern und deren Bedürfnissen vertraut sind, konnten sie mir auch passendes Öl organisieren, so dass ich dieses gewechselt habe, den Luftfilter ausgetauscht und noch ein paar Ersatzteile am Motorrad herum verstaut habe, zwecks Platz- und Gewichtsoptimierung... 

Während meiner Arbeiten gesellt sich Abbin, ein Amerikaner meines Alters, der gerade eine Europa-Tour macht, zu mir und schraubt an seiner Honda Transalp und auch Jan aus Schweden schaut mal im "workshop" vorbei...


Und Donnerstag Nachmittag war es dann soweit und ich habe sie endlich wieder an die frische Luft geführt in gute Gesellschaft zu anderen Bikes...


und ihr eine ordentliche Wäsche gegönnt, da ich sie im Winter ja nur abstellen konnte.




Neben mir sind noch fünf weiter Motorradfahrer hier. Aus Amerika, Schottland, zwei Schweden die gerade aus der Mongolei gekommen sind, ein Bulgare und natürlich Doug, Poly und Ivo, die drei Gastgeber, die das Camp betreiben. Da sie selbst Bike-traveller sind, wissen sie natürlich allerbestens um unsere Bedürfnisse und man kann es hier echt aushalten... ;-)



Ich montiere meine Koffer wieder, baue die restliche Verkleidung an und meinen neuen Tankrucksack auf und schließe mich Svetlana und Andreas aus Ulm an, die nach Stara Zagora fahren....



fahre mit Ihnen weiter bis Shipka, zum höchsten Pass Bulgariens und dann alleine weiter bis nach Buzludzha, dem gigantischen Monument aus kommunistischer Zeit




aus längst vergangenen einst scheinbar glorreichen Tagen...



So habe ich meine erste 150 km - Ausfahrt hinter mir und "Jipppeeeeeeee" endlich wieder zwei Räder unter mir! Auch scheint meinem bike nicht wirklich etwas zu fehlen, ausser dass der Vorderreifen Luft verliert. Von daher werde ich mich morgen einmal im "Reifenflicken"" üben... 



22. Juli 2013

Bella in Deutschland

Pünktlich zu meiner Geburtstagsfeier ist Mila in Deutschland angekommen. Dies hat mir auch sehr gut getan, um gerade die Nachricht von Holger etwas besser verarbeiten zu können. Dennoch wird ein Gefühl der Leere bleiben, wo woher sein Platz war... 


Nachdem wir die letzten Gäste, die auch die Nacht im "Dickelspuhl" verbracht haben, Hanno und Wim, verabschiedet haben...




sind wir am darauf folgenden Tag zu einer kleinen Deutschland-Rundfahrt aufgebrochen. Sind zuerst in meine alte Studentenstadt gefahren


im und am Dom entlang gelaufen


über die "Hohenzollern-Brücke"


Haben die Nacht bei meiner lieben Tante Agnes in Iversheim verbracht - Danke für die leckere Pizza - und sind am nächsten Tag, nach langem Ausschlafen zu einem Autobahn-Fahrtag aufgebrochen, bis wir am späten Abend bei Sebastian und der Familie seines Bruders in der Nähe von Pforzheim ankamen. 


Sebastian hatte ich auf dem deutschen HU-meeting im Mai kennen gelernt und er war jetzt in den letzten Vorbereitungen zu seiner Deutschland -Australien Reise. Da er auch eine F 650 Dakar fährt, hatten wir natürlich von Anfang an reichlich Gesprächsstoff und ich hoffe ihm noch den ein oder anderen nützlichen Tipp gegeben können zu haben (oder so ähnlich...) 
Vor zwei Wochen ist er gestartet und mittlerweile bereits in Thessaloniki und in zwei Tagen in Istanbul. Wenn ich an meine letzte Reise zurück denke, von Deutschland bis in die Türkei habe ich 6 Monate gebraucht. Aber jeder hat ja eine andere Art und Tempo zu reisen... :-)

Durch den Schwarzwald sind wir dann weiter zum Bodensee und durch die Schweiz in die Alpen. 


Machen eine kleine Pause zur Abkühlung und Mila angelt sich direkt einen Fischer oder fischt einen Angler oder doch ganz anders herum....???


:-)

Dieser gibt uns original schweizer Schokolade als Weg-Zehrung mit und es geht weiter in die österreichischen Alpen und bei Garmisch-Partenkirchen zurück nach Deutschland. 


Natürlich wollte ich es nicht auslassen sie zum "Höhepunkt Deutschlands" zu bringen... ;-)



Also "Nuff uf de Bärch..." 



ausnahmsweise mal ganz im "Touri-Stil"....


Mila war total begeistert wie einfach man hier in Europa zwischen einzelnen Ländern ohne Ausweis zu zeigen hin und her reisen kann. Und das ganze dann sogar noch auf einem Berg...  :-)



Und um dann auch wirklich dem Touri-Ideal zu entsprechen...


bis Mila auf einmal entdeckt,


dass wir ja noch garnicht auf dem Gipfel sind und natürlich nicht zu halten ist...


Erst sträube ich mich, aber natürlich erfolglos und als dann noch der Business-Japaner mit seinen Sonntags-Schühchen vom Gipfel zurück gestiefelt kommt, hat mich der Ehrgeiz übermannt...


persönlicher Rekord


"Germany's highest Kiss"  ;-)

Auch noch auf dem Rückweg zur Plattform denke ich andauernd, hätte ich das Bier nicht danach trinken können... :-/


So fahren wir von G.-P. nochmal einen Tag durch Österreich, nehmen uns in der Nähe von Innsbruck irgendwo ein Zimmer 


und fahren am nächsten Tag noch ins Zillertal, schauen den "Bergfarmern" zu, wie sie mit 7 Leuten 1 1/2 Morgen Hang mehrere Stunden im Heu bearbeiten...


Ehrlich gesagt ich schaue ihnen zu, da Mila das alles nicht wirklich über einen längeren Zeitraum hin interessiert... ;-)


Bis zum Ort Finkenberg, fahren wir noch ins Tal hinein...


bis wir dann entschließen über den Achenpass langsam zurück nach Deutschland hinein zu fahren, in München noch bei Gerda vorbei schauen und uns dann auf den Rückweg in die Eifel machen.


Wir fahren durch den Odenwald nach Amorbach und mit recht flatterigen Knien besuche ich Holger's Frau für eine halbe Stunde und erfahre die tragischen Umstände. Ich versuche Abschied zu nehmen und besuche sein Grab und bin froh, dass Mila bei mir ist...

Vergangen Sonntag dann habe ich Mila wieder zum Hahn gebracht und sie ist zurück nach St.Petersburg geflogen. Zwei Wochen, die noch schneller wie im Flug vergingen!!! :-)

Danken will ich auch meinen Eltern, die Mila wirklich gut aufgenommen haben und mich in der letzten Zeit auch sonst recht gut unterstützt haben...!!! Danke



27. Juni 2013

Im Gedenken an eine guten Freund - Holger

Vor drei Jahren habe ich Holger kennen gelernt, der für mich sehr schnell ein guter Freund wurde. Wir haben uns von Anfang an super gut verstanden, da er selbst Jahre zuvor Depressionen hatte und es geschafft hat heraus zu kommen und es ihm zu diesem Zeitpunkt wieder richtig gut ging. 



Dies ist im Sommer 2010, nur ein paar Tage nach dem wir uns kennen gelernt haben und er mich direkt für eine Nacht zu sich eingeladen hat, während ich auf meiner ersten "größeren Reise" zwei Wochen durch Deutschland und Österreich gefahren bin.


Er war für mich immer das leuchtende Beispiel, dass es wirklich möglich ist, diesen ganzen Scheiß hinter sich zu lassen und wieder Freude und Spaß im und am Leben zu haben. Im Herbst 2010, in meiner allerschwersten Zeit, weiß ich nicht, was ich ohne ihn gemacht hätte. Er war für mich wie ein Mentor, Trainer und Sponsor und ich weiß nicht wie viele unzählige Stunden wir telefoniert haben, er mir immer wieder Mut gemacht hat, wenn ich selbst schon längst nicht mehr an mich glauben konnte. Das da jemand war, der einen voll und ganz versteht, nicht für verrückt und abgedreht hält war so viel wert. Sogar fast eine ganze Woche habe ich bei ihm und seiner Familie verbracht, als ich "arbeitsunfähig" war und es alleine in meiner Wohnung nicht mehr ausgehalten hab. Immer wieder hat er mir versichert, dass es irgendwann vorbei sein wird und wir dann gemeinsam darüber lachen werden, auch wenn es noch eine längere Zeit dauern würde. Er hat mir eingeredet Geduld zu haben und mit den noch so kleinsten inneren Fortschritten zufrieden zu sein. Alles Dinge, die ich niemals geglaubt geschweige denn hinbekommen hätte, wenn er nicht der lebende Beweis für mich gewesen wäre, dass es wirklich möglich ist!

Auch als es bei mir wieder bergauf ging haben wir immer noch den Kontakt gehalten, auch wenn es weniger wurde, da ich (ja Gott sei dank) wieder Kraft hatte, mich um meinen Alltag zu kümmern. So waren wir einige Male auf Xavier Naidoo oder Söhne Mannheims - Konzerten und hatten ausgemacht irgendwann mal gemeinsam einen Teil des Jakobsweges zu gehen.

Dieses letzte Foto ist vom März 2012, als ich zu meiner Reise aufgebrochen bin und ihn nochmal zu Hause besucht hatte.


Im Januar haben wir uns das letzte Mal gesehen, als wir uns in München auf der BAU - Messe getroffen haben und er ziemlich guter Dinge war.

Im März dann erzählte er mir, dass es ihm wieder schlechter gehe und seine Depressionen nach vielen Jahren plötzlich wieder gekommen seien und ich hätte nie gedacht, dass dieser umgedrehte Fall einmal eintreten würde, dass ich ihm nun Mut zusprechen müsse. Mehrere Male haben wir telefoniert und ich habe richtig gemerkt, dass es ihm immer schlechter ging, da ich ja all die geschilderten und beschriebenen Dinge nur zu gut kannte! Im April dann ein sehr erschütterndes Telefonat, da er sogar schon viele Wochen krank geschrieben war und ich gemerkt habe, dass es ihm unendlich dreckig ging und er zu mir meinte, "Zum Leben fehlt mir die Kraft und zum Sterben der Mut..." Natürlich war ich nicht übermäßig entsetzt über diese Aussage, da ich das Gefühl kenne, wenn man keine Alternative mehr sieht, auch das vermeintliche Licht am Ende des Tunnels vollends erloschen scheint, man zu 110% davon überzeugt ist, dass es nie mehr besser wird und die Gewissheit, dass es keinen Ausweg mehr gibt. 

Dies war das letzte Telefonat, ab diesem Zeitpunkt habe ich ihn nicht mehr erreicht. Dann habe ich oft versucht bei ihm zu Hause und seiner Familie anzurufen, aber auch dort leider niemanden erreicht. Als ich Mitte Mai auf dem Rückweg vom HU-Treffen war, wo ich meinen Vortrag "There is another choice!" gehalten habe und allen Anwesenden erzählte, dass es im Leben immer eine andere Möglichkeit gibt, bin ich bei ihm im Odenwald vorbeigefahren, aber es war leider niemand zu Hause. So habe ich ihm mit einem arg mulmigem Gefühl einen Brief vor die Haustüre gelegt, er solle sich doch bitte wieder bei mir melden, da ich mir Sorgen mache und wissen will wie es ihm geht. Leider habe ich nie eine Antwort bekommen. 

Vor zwei Tagen habe ich von seinem 12-jährigen Sohn erfahren, dass er tot ist!

Der Mann, der an einen riesen Anteil an meiner Genesung hatte, ich werde ihn nie mehr wieder sehen! 


Mehr vermag ich im Moment nicht darüber zu schreiben, da es für mich noch zu schockierend ist, aber teilen möchte ich es trotzdem...

22. Juni 2013

Ciao München

Hallo mal wieder!


in meinen letzten verbleibenden Wochen in München hatte ich dann auch das Glück auf der Arbeit einmal ein paar interessantere Routen zu bekommen. Man muss eben nur fragen, nach dem was man will... :-)



So bin ich einige Male bis in die Alpen nach Benediktbeuren - mit Erinnerungen an meine Klssenfahrt im 10. Schuljahr :-), Murnau, Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen gefahren. Hier bei der Auffahrt zum Walchensee an Kochel vorbei, als ich mich entschlossen habe die "Panorama-Route" der Autobahn vorzuziehen...







Da mit dem Ende des Monats April auch mein Arbeitsverhältnis endete (und damit auch die meiste Zeit in der ich einem Navi nachgefahren bin...) habe ich noch ein paar Tage in München verbracht, bin wenigstens einmal im Hofbräuhaus gewesen, um eine Maß zu trinken und zum Monatswechsel dann wieder in die Eifel gekommen.



Anfang Mai war direkt das Tesch-Travell-Treffen in der Nähe von Malmedy. Obwohl ich ja ohne Motorrad zugegen bin, habe ich mich überreden lassen, dort teilzunehmen,




 was auch keine schlechte Entscheidung war...



Habe hier zufällig Wim aus Rotterdam getroffen, den ich im Jahr davor über's Internet kennen gelernt hatte, da er meinem blog gefolgt ist. It's a small world.... :-)



 Er ist der linke von uns Dreien.


Anschließend habe ich begonnen hier in der Eifel auch noch zu arbeiten, 





und mich nun in den verbleibenden Wochen meiner restlichen Vorbereitungen der Weiterreise gewidmet.

Mitte Mai war dann im Odenwald das deutsche Horizons Unlimited-meeting, was ich nach anfänglichem Zögern (da ich auch hier ohne Zweirad anreisen musste) aber dann auch mitgenommen habe.  

So habe ich diesen Weggefährten hier wieder getroffen, den ich ja letztes Jahr auf dem GR-Treffen bereits kennen lernen durfte...


Hanno....!!!!!!   :-)

Habe die neueste Generation von Travell-Bags gesichtet...


und Arno kennen gelernt, mit dem ich einige Ansichten über "Motorrad-Therapie" teilen konnte und der als pensionierter Lehrer die letzten 7 oder 8 Jahre nur noch durch die Welt tingelt...


Er ist einer derjenigen, mit denen ein Gespräch sehr schnell beendet ist, wenn man sie fragt wo sie denn noch nicht gewesen sind.... :-)

Dann war da noch Donato aus Italien, der mit seiner Harley (mit Riemenantrieb!!) durch ganz Asien gefahren ist.


inklusive Kirgisistan, China, Pakistan, ganz Indien, komplett durch Russland, Kasachstan, die Mongolei usw....


und nicht zu vergessen dieser Knabe mit seinem umgebauten hammergeilen Diesel-bike!!

Auch habe ich selbst wieder meinen etwas erweiterten Vortrag vom Greece-meeting gehalten und wieder viele positive Rückmeldungen bekommen und war froh doch auch zu diesem Treffen gefahren zu sein! :-) :-) :-)

So habe ich in der Zwischenzeit schon mal das erste meiner anvisierten Visa, was wohl auch das leichteste war, bekommen.



Indien ist ein sehr Reise-freundliches Land, zumindest was die Einreiseformalitäten angeht. Anders sieht es da hingegen beim westlichen Nachbarn Pakistan aus. Beim Konsulat sowie bei der Botschaft in Berlin hat man mir als Overland-Traveller keine großen Hoffnungen gemacht und auch zwei Versuche es mit Hilfe von Visa-Agenturen zu versuchen, sind bisher fehl geschlagen.


So wie es ausschaut werde ich mir wohl eine alternative Route zum meinem Wunsch-Reise-Land Nr. 1 mit seinen atemberaubendem Bergen des Pamir und Karakorum und dem unter Bikern legendären Karakorum-Highway aussuchen müssen... :-(