10. August 2013

Rumänien - Walachei und Karpaten

30.834 km

Hallo Zusammen!


In Ruse ist es soweit und ich verlasse Bulgarien ...


hinein nach Rumänien. Jedoch bin ich leicht irritiert, da ich auf der anderen Donau-Seite dem Rumänischen Zoll in die Hände fahre und abgefertigt werde. Damit hatte ich nicht gerechnet, da ich ja von einem EU-Mitgliedsstaat in den Anderen fahre, aber vielleicht dauert es noch etwas bis der "Luxemburg-Deutschland Transit-Standard" hier Einzug hält... :-)

Für diejenigen, die es noch nicht wissen. Mein nächstes Etappen-Ziel heißt Asnakayevo. Nun kann jeder den es interessiert selber googeln, wo das denn liegt... ;-)

Es ist Milas Heimatstadt und da sie ja nun in Deutschland war, möchte ich auch Ihre Heimat kennen lernen! Und was bietet sich da besser an, als mit dem Motorrad hin zu fahren?

Da mein 30 Tage Russland-Visum leider fix datiert ist und am 13.August beginnt, bin ich nun etwas in Eile, da ich noch gut über 2.500 km bis zur russischen Grenze vor mir habe. Leider beeinflusst das meinen bisherigen Reisestil in einer Art und Weise, die ich so gar nicht mag, merke ich. Jeden Abend nehme ich mir vor am nächsten Morgen früh zu starten, um möglichst viele Kilometer zu machen und auch halte ich viel weniger an, als ich es sonst getan habe, um eben Fotos zu machen und Einheimische kennen zu lernen... :-/

So komme ich also in Giurgio in Rumänien an und es ist bereits 17 Uhr. Von daher merke ich, dass ich es nicht mehr bis Curtea de Arges schaffen werde, wo ich mit Mihai seit langem noch einmal einen CouchSurfer gefunden habe. Also fahre ich quer durch die "Große Walachei" und suche mir bei Alexandria ein ruhiges Plätzchen zum zelten..


am Rande eines Maisfeldes. Hier am morgen danach, als ich mir gerade einen Kaffe koche, da ich mir für diese Reise nun endlich auch einen Kocher zugelegt habe. :-)

Während ich an diesem Tag nordwärts querfeldein durch die "Walachei" fahre - hört sich irgendwie lustig an, da es ja ganz und gar der Wahrheit entspricht :-) - finde ich ein paar schöne Motive, wie dieser zum Verkauf stehende UNIVERSAL Schlepper


Das Kreuz am Auspuff soll signalisieren, dass er einen desolaten Motorschaden hat, erzählt mir der gute Mann, der gerade auf dem Fahrrad vorbei fährt.




Ach ja; und der Preis liegt bei 1.400 €. Ein Schnäppchen also... ;-)

Hier ein typisches Bild in Rumänien. In allen Ortschaften sind sämtliche Grundstücke zur Straße hin immer verbarikadiert. Und da immer ein großer Graben auf jeder Straßenseite angelegt ist, muss natürlich zu jedem Anwesen ein kleiner Steg gebaut werden...


Und immer sitzen die Leute vor den Toren und schauen dem vorbeirauschenden Verkehr geduldig zu...

Ich verlasse die Walachei nach Norden hin und am Fluss Arges ist es soweit und ich erblicke die ersten Erhebungen der "Karpaten". In der deutschen Landwirtschaft Synonym für die unwirtschaftlichsten Hanglagen...


Ich fahre bis Curtea de Arges, wo ich mich dann mit Mihai treffe. Ein Einheimischer CouchSurfer, mit dem ich einen gemütlichen Abend verbringe.


Mein Zimmer ist über dem Imbiss. Nur wohin mit dem Motorrad, da ich es nicht auf der Straße lassen will über Nacht?


Na klar, ab in den Döner-Laden! :-)

Schnell ein paar Tische auf Seite geschoben und voila...


Hier, wo die Karpaten beginnen ist auch der Anfang der Provinz "Transilvanien", was ich als Erstes an der einheimischen Bank erkenne, als ich Geld abhebe...




:-)

Von Curtea aus mache ich mich in nördlicher Richtung auf die beliebteste Motorrad-Strecke Rumäniens zu befahren, 


den "Transfagarasan"

Bis auf über 2.000 Meter geht es in die Karpaten hinauf und es kommt in mir leichtes "Alpen-flair" auf,


und während einer Pinkelpause lerne ich drei andere Motorradfahrer kennen, mit denen ich mich auf Anhieb recht gut verstehe. Es sind Mihaela, Alin und Mihai, alle drei aus Rumänien. Wir fahren gemeinsam weiter und gehen zusammen etwas essen...


überqueren den Pass


und fahren diese schöne Straße hinunter ins Tal und



weiter nach Sibiu bzw. "Hermannstadt", die eine von den Burgen besitzt, die dieses Gebiet "Siebenbürgen" in der Mitte Rumäniens begründen. Als ich Ihnen erzähle, dass ich als nächstes in die Ukraine reisen möchte, meint Mihaela, dass ihre Großeltern in Siret, dem letzten Ort in Rumänien vor der Grenze leben und ich solle doch auf jeden Fall dort vorbei fahren. Also nehme ich diesen Vorschlag angeregt an und plane dies für übermorgen ein....


Bereits als ich Bulgarien verlasse merke ich, dass meine rechte Vordergabel Öl verliert. Da es aber recht wenig ist, schenke ich dieser Gegebenheit vorerst wenig Beachtung. Allerdings wird es mit jedem Tag mehr und mehr und nach nur drei Tagen in Rumänien ist es so stark, dass das Gabelöl überall vorne ans Motorrad geschleudert wird und auch meine Stiefel ein leichtes „Ölbad“ nehmen.

Zuerst noch in typisch west-europäischer „Spezialisten-Manier“ überlege ich, wo auf meinem Weg der nächste BMW- Händler sein könnte und merke, dass dies Kiev ist, da ich an Buccuresti ja bereits lange vorbei bin. Allerdings denke ich mir dann irgendwann „Mensch Ali, geh‘ doch zu irgendeinem Motorrad-Laden auf dem Weg und frage einfach nach…“ 



Also halte ich in Reghin hier bei Roka-Moto an und der gute Mann sagt mir, er habe keinen passenden Dichtring in meiner Größe, aber in Targu Mures sei eine „Enduro Garaj“ und der hätte mit Sicherheit einen. Sichtlich begeistert über diese Aussage frage ich ihn ob er nicht dennoch kurz dort anrufen könne, um auch wirklich sicher zu gehen, dass ich die knapp 25 km nicht umsonst zurück zu fahre. Gesagt, getan und ich fahre also zurück nach Ernei, einem kleinen Vorort und ärgere mich über mich selbst, dass ich bei der ersten Durchfahrt gut zwei Stunden zuvor hier nicht angehalten und gefragt habe… :-/


Der Besitzer Szilard spricht gut Englisch und sogar Deutsch, da er Ungar ist und auch von seiner Geschichte her mehrsprachig aufgewachsen ist, will aber nicht allzu sehr hierauf eingehen.

Ich mache mich daran alles zu demontieren und nach nur einer ¾ h Stunde steht "Melody" ohne Frontpartie in der Werkstatt ...


und der Chef selbst und sein Mechaniker machen sich daran die Gabeln zu zerlegen...


wollen aber leider nicht, dass ich ein Foto von Ihnen mach. Nach gut 2 Stunden Arbeit ist alles wieder zusammen und da ich keine 300 RON mehr dabei habe, fahre ich zum nächsten Geldautomaten, um Geld abzuheben. Nicht mal meinen Pass o.Ä. wollen sie als Sicherheit, da ich ja schon wieder mit Sack und Pack bestückt davon brause und sie vertrauen mir, dass ich schon wieder komme. Und das tue ich natürlich auch, da ich ja super happy bin, dass das Problem so schnell aus der Welt ist und ich das Gefühl habe, dass die Jungs auch Ahnung davon hatten, was sie taten. Also komme ich nach 20 Minuten zurück, warte ein wenig, da dr Chef gerade unterwegs ist und sehe in dieser Zeit vor der Bäckerei nebenan…


Der Besitzer erzählt mir, er kaufe und überführe Autos von Deutschland nach Rumänien und so kommt es, dass ich eben dieses Exemplar hier mit „Bitte ein Bit“ und Auto Hecker in Targu Mures entdecke… ;-)

Ich quatsche noch kurz mit Szilard und als ich ihm erzähle, dass meine Wasserblase im Rucksack undicht ist, schenkt er mir doch glatt eine Neue, die er noch im Regal liegen hat. Echt super und dann lasse ich nicht locker, bis er zustimmt wenigstens ein Foto zusammen zu machen.


Da ich somit an diesem Tag erst knapp 50 km geschafft habe, will ich in den nächsten 3 bis 4 Stunden noch bis nach Vatra Dornei kommen und halte etwas drauf. Nur ein kleiner Stopp bei „Draculas Castel und Hotel“, was aber nicht mehr als eine Touristen-Attraktion ist



und weiter durch die wunderschönen Nord-Karpaten mit endlosen Kurven... 


begegne dem ein oder anderen "old style-farmer" und

überlege mir, ob ich mir ein Zimmer gönnen soll, da es schon fast 21 Uhr ist und dunkel wird, bis auf einmal in gut 50 Meter Entfernung eine Polizeisirene ertönt und mich heraus winkt. Innerorts sei das hier und ich gerade 72 km/ h gefahren. Grrrrr…!!! Das mache 160 RON (knapp 40€), die ich in den nächsten Tagen überall in Rumänien bei der Polizei bezahlen könne, ansonsten würde der Zettel nach Dtl. geschickt. Da sich all dies recht offiziell anhört, beiße ich meine Zähne zusammen und nehme den Wisch mit und suche den nächsten Camping-Platz, da mir Lust auf ein teureres Zimmer gründlich vergangenen ist.

Nachdem ich mein Bußgeld am nächsten Morgen in Vatra Dornei bezahlt habe, 


fahre ich weiter nach Nord-Osten und will an diesem Tag bis zur Ukrainischen Grenze in den Ort Siret. Bewaffnet mit der Handskizze von Mihaela mache ich mich also auf das Haus ihrer Großeltern zu finden, was mir auch fast gelingt, bis ich an einer Weggabelung stehe und nicht weiter weiß. Ein kleiner Junge erkennt die Adresse auf meinem Zettel und ich solle ihm auf seinem Fahrrad doch hinterher fahren. 


Ganz stolz den „Fremden mit dem großen Motorrad“ zu führen bringt er mich dann zum Ziel und ich schenke ihm als Dankschön einen „edelweiss“-Aufkleber und sowohl ich, wie auch er sind ziemlich happy... :-)

Die Großeltern erwarten mich bereits, drücken mich von oben bis unten, als ob der "verlorene Sohn" nach Jahren aus dem Krieg zurück gekommen ist. Daneben wohnt die Ur-Großmutter, sowie eine jüngere Tochter bei ihnen und Besuch von einem italienischen Paärchen haben sie auch noch...


Sie kümmern sich wirklich erstklassig um mich, machen mir Abendessen und ein eigenes Bett bekomme ich auch und das allerbeste ist aber, niemand spricht weder Deutsch oder Englisch, so dass ich an den beiden Tagen nicht wirklich viel mit ihnen spreche, aber eine super Zeit habe... ;-)


Eine superklasse Erfahrung, die ebenfalls Buch-Charakter hat und nur deswegen zustande kam, dass ich auf dem "Transfagarasan" zufällig zur selben Zeit Pinkelpause gemacht habe, wie die anderen drei... :-)


Also alles in Allem ein gelungener Abschluss aus Rumänien!!!

Ich fahre zur ukrainischen Grenze und nach einer guten Stunde und Koffer durchsuchen bin ich durch und mich erwartet direkt das nächste "Abenteuer"... :-)



5. August 2013

Leaving Bulgaria

30.344 km

Hi Folks!


After riding across Bulgaria and Macedonia I spent a few more days at the motocamp Bulgaria. One day I joined Andreas, we picked up Svetlana and rode all together around the area, till suddenly...


Yes, I saw a tractor... ;-)

We talked to the farmer and Svetlana, who speaks Bulgarian convinced him, me to ride one turn with his 165 Landini.



:-)

And before leaving we took a picture with all of us, of course...


So in BG you find both, well equiped farmers with (almost) the latest technology and on the other side still people who are dealing even without a small tractor and do anything by hand and with their animals..


Further on we drove to Svetlanas grand parents and picked up lots of fresh grown vegetables in their garden...


so we have to eat salad for the next days... ;-)

During the following days I just stayed in the camp and did some small jobs at my equipment and the bike. You know, these things which you always think "Ah, I can do that later..."
So I fixed small holes in my tent, sorted out my spare parts like bearings and sealing rings and added them into small packages, which I wrapped. So now I can easily store them in the plastic tubes without getting damaged. 


I also tried to fix my drinking water supply system. The plastic bag started slightly leaking in the bottom and so I was carrying a wet bag during the last days in my back. I didn't know how to fix this properly, so I tried to put some JB Weld on it in memory of the Americans saying: "...we use it for everything!"


... but figured out that it is not working while dealing with water equipment. :-(

Here are some pictures of the motocamp bar...


and with Ivo, Polly and Andreas



Check out Vladimir and his nice saftey-dress, glasses and while smoking a cigarette... ;-)



Due to the fact that I got again supported by the German tire manufacturer "HEIDENAU" with a very good price for a new set of their K 60 Scout tires, I decided to take these with me during the travell. But carrying one set of tires all the time in the back of a bike will get pretty exhausting very soon. That's what other travellers said. So I decided to change the front tire right now, although it is still good for 3-4000 km more. On the other hand it already did last 29.000 km, which is an oustanding distance for a motorcycle tire and so I guess with the new one I will be good again for another half a year or even more and just have to carry one in the back.

Before changing the front tire

After changing the front tire - I'm slowly getting experience in this :-) - I gathered all my stuff and left the motocamp, on Sunday. At this day I'm two weeks on the run and already one behind, because actually I scheduled just one week in BG... :-/

Leaving the "motocamp Bulgaria"


with Ivo ...


and Dennis from Scotland

So now I have to speed up quite a bit, to be at the Ukrainian - Russian boarder at August 13th! Because this is my next goal, to visit Mila in Tatarstan close to the Ural-mountains... :-)

The next country I will enter is ...




1. August 2013

Riding again... across Macedonia!

29.867 km

Hallo Zusammen!


Da ich mein Motorrad ja nur "zwischengeparkt" hatte und es nicht zurück in Deutschland war, werde ich einfach die Kilometer von der vorangegangenen Reise weiter zählen. Nach ca. 28.500 km bin ich in den letzten Tagen wieder knapp 1.400 km unterwegs gewesen, aber eins nach dem anderen.... ;-)


Als ich mich von Andreas und Svetlana auf dem "Shipka Pass" verabschieden will, lassen die nicht locker ich solle doch mit zum Motorradtreffen nach Stara Zagora kommen. Da ich aber mit meinem Motorrad noch nicht ganz fertig bin, fahre ich zurück zum Camp und beschließe am nächsten Tag nachzufahren...

Vorher übe ich mich noch recht erfolgreich im Reifenflicken...


und finde auch recht schnell den "Corpus Delicti" in Form eines langen Dorns, den ich wohl noch auf meiner Herfahrt im Dezember aufgesammelt haben muss.

Am Samstag dann packe ich zusammen, verabschiede mich von Ivo, der als Einziger noch im "motoamp" ist - alle anderen sind ja auf dem Treffen - und mache mich auch auf den Weg nach Stara Zagorska Bani...

Melody endlich wieder vollständig und in Topform!!

Unterwegs dieser "Forsttrack a la Bulgaria"


Auf dem Treffen dann lerne ich unter anderem Sven aus Dresden kennen, mit dem ich mich recht gut verstehe und der auch einiges von "Motorrad-Therapie" hält.... ;-)


Er ist gerade mit seinem Gespann auf dem Rückweg aus der Türkei zurück nach Deutschland und auch zum ersten Mal auf dem Treffen der "Free Wind Riders Stara Zagora"


ein Motorad-Club der Rockerszene und genau so ist auch das Treffen. Superlaut, Musik von Iron Maiden, ACDC und natürlich Rammstein, die ja ausserhalb Deutschlands absoluten Kultstatus genießen. Und alle zwei Minuten macht irgendwo ein anderer einen Burn-out, lässt die Reifen qualmen, orgelt die armen Motoren ins Unermessliche, dass Flammen aus dem Auspuff schießen und das Ganze natürlich gepaart mit Unmengen sehr ansehnlicher Frauen und noch vieles mehr... :-)

Mir gefällt's ;-) und wider Erwarten, da mein bike ja voll der Exot dort ist, kommen jede Menge Leute vorbei und wollen den kennen lernen, dem dieses "Great Travell Bike" gehört!!! :-)

So lerne ich sogar "Tschitchi" einer der Hauptorganisatoren des 3000 Leute großen Festivals kennen, der uns am Sonntag noch prompt zum Abschieds-Essen einlädt und danach mache ich mich alleine auf den Weg Richtung Süd-Westen. Da ich noch auf ein Päckchen mit Ersatzteilen aus Deutschland warte, was Ende der Woche im Motocamp ankommen soll, beschließe ich eine kleine "Balkan-Runde" als warm-up zu drehen. Einmal BG & MK.

So breche ich auf in Richtung Chirpan und verfahre mich direkt das erste Mal in den Bergen und benötige 4 h für die eigentlich nur 40 km. Dies kommt daher, dass im Hinterland alle Schilder nur kyrillisch sind und da meine Karte nur in Latein ist, stellt dass schon eine arge Herausforderung dar...


Mila hat mir das Alphabet übersetzt, so dass ich mich nun darin versuche dies zu lernen, um wenigstens die Ortsnamen lesen und halbwegs richtig aussprechen zu können. Dies könnte später in der Ukraine und Russland, wo es dann nur noch diese Hieroglyphen gibt, recht hilfreich sein... :-)

Und so entdecke ich auf dem Weg diesen Kameraden,


mit seinem (momentan) Vier-Schar-Pflug...



Ob hier wirklich ein MB-Aggregat an der Arbeit ist???

Nachdem ich aus den Bergen heraus finde, fahre ich an Plovdiv vorbei, durch Pestera bis zum Lake Batak. Das ganze durch eine sehr schöne natürliche Landschaft in Bulgariens Süden


Weiter südlich nach Dospat und dann westwärts durch Goce Delcev bis nach Petric. Hier auf dem Weg zum "Popski Preslap" Pass...

schöne Aussicht auf Goce Delcev
Überall in Bulgarien stoße ich auf Monumente und Skulpturen aus kommunistischer Zeit, die nicht mehr so wirklich gepflegt und instand gehalten werden...



Ich habe vor weiter in Richtung Mazedonien zu fahren, dem einst so großen Imperium meines wohl größten und bedeutendsten Namensgebers...



beschließe allerdings den Grenzübergang auf den morgigen Tag zu verschieben und zum ersten Mal seit 8 Monaten noch einmal in der Wildnis zu campieren. 


Also runter von der Hauptstraße und den Berg rauf um einen guten Platz mit "schöner Aussicht" zu finden...


und voila :-)

Direkt im Dreiländereck. Hinter Bergkette liegt Griechenland und nur 3 - 4 km westlich (rechts im Bild) beginnt Mazedonien. Super schön, dem Sonnenuntergang zuzuschauen, während ich mein Zelt aufbaue und später dann die beleuchteten Ortschaften an den Berghängen zu sehen. Allerdings merke ich auch, dass ich mich erst wieder hieran gewöhnen muss, da ich lange bis zum einschlafen brauche und auch bei dem kleinsten Geräusch in der Nacht aufwache und mich wachsam umschaue... :-)

Dafür am nächsten Morgen dann!


:-)

Ich packe alles zusammen und mache mich auf zur sehr ruhigen Grenze und nach nur 10 Minuten bin ich im einst so riesigen Reiche Macedonia, was heute mal gerade noch halb so groß ist wie Belgien... 



Am Straßenrand sehe ich wieder Unmengen von landwirtschaftlichen Szenarien aus längst vergangenen Tagen, wie dieser gute Mann ...


...der mit seiner Frau und Pferdekarren gerade sein Heu einfährt.


Auch in Mazedonien gibt es "Soda-Brücken"...


von denen ich mehr als nur Eine sehe.

Ich fahre durch Strumica bis nach Shtip und weiter nach Skopje, wo ich in einem Biker-cafe für einige Stunden sitze und mich mit der Besitzerin unterhalte, die mir Fotos zeigt, als sie selber in den 80'er Jahren eine Motorrad-Tour zum Nordkap gemacht habe und sogar auf dem Nürburgring waren. What a small world it is...?? 

Da es Abend wird, mache ich mich auf den Weg einen Zeltplatz zu finden und verlasse die Hauptstadt ohne wirklich durch sie hindurch gelaufen zu sein und Fotos gemacht zu haben... :-(

Dies aus dem Grund, da ich mir denke, ich werde in den nächsten Wochen noch genügend Gelegenheit haben alleine unterwegs zu sein und so will ich zurück ins motocamp, wo mein Päckchen in der Zwischenzeit angekommen ist und um noch ein paar Tage in angenehmer Atmosphäre und Gesellschaft zu verbringen...

Ich nehme den "Motorway Alexander of Macedon" 


:-)

Weiter unterwegs sehe ich leicht versteckt einen LKW-Aufbau, der mir doch recht bekannt vorkommt...


:-)


Zwar recht unwahrscheinlich, dass es es sich um ein Exemplar handelt mit dem ich durch München gefahren bin, aber trotzdem recht witzig die Überbleibsel hier im Mazedonischen Hinterland zu entdecken...

Da ich ins camp zurück will, lege ich die gesamte Strecke von Skopje bis nach Idilevo, knapp 500 km an einem Tag zurück und merke als ich Sofia passiere, warum ich normalerweise nicht mehr als 300 maximal 400 Kilometer am Tag fahren will...

So bin ich nun wieder hier an meinem Ausgangspunkt, wo ich noch bis wahrscheinlich Samstag bleiben werde, bevor ich dann endgültig Richtung Norden aufbreche, zu meiner nächsten großen Reise...

Ciao Ciao

Alexander