21. September 2012

1/2 Jahr on the road

Heute ist "Halb"-Jahrestag!


Vor genau einem halben Jahr, am 21.März bin ich in Herforst gestartet und möchte mal eine kleine Bilanz ziehen.



Nach über 21.000 km habe ich 12 Länder und 8 Hauptstädte besucht, habe wilde Diskussionen mit italienischen Bauern und griechischen Bar-Besitzern hinter mir, habe zwei neue Reifen und Ölwechsel hinter mir, musste zusehen wie sich mein Motorrad an einem Hang 360° um sich selbst überschlagen hat und trotzdem recht unversehrt geblieben ist, wurde was im Vorfeld vereinbarte Arbeit anging zwei Mal gut verarscht, habe dafür eine ganz andere Arbeit und tolle Menschen drumherum gefunden, habe gelernt, dass man mit 30€ die Woche über auch sehr gut leben kann, habe versucht (zu lernen) mit der griechischen "Flexibilität" umzugehen, merke immer mehr, dass unzählige Dinge die wir im alltäglichen Leben als unverzichtbar ansehen, doch gar nicht so notwendig oder gar überflüssig sind 


und was wohl einmal mehr die größte Bestätigung ist, dass


Die meisten Menschen gar nichts Böses im Schilde führen und auch nur ihr Leben zufrieden und glücklich leben wollen! und obendrein noch dieses sehr gerne teilen!

So ziehe ich nach einem halben Jahr eine durchweg positive Bilanz! Zwar gab es auch schon eine Reihe von Enttäuschungen und Misserfolgen, allerdings überwiegen die tollen Ereignisse so stark, dass ich keinerlei Zweifel hege, momentan die richtige Entscheidung in meinem Leben getroffen zu haben, da ...


Das Wichtigste für mich ist, dass es mir mit dem was ich tue wieder gut geht und zwar richtig gut!!!  


Was ich zu einem großen Teil auch der Anwesenheit von Mila zu verdanken habe, die nun seit knapp 2 Monaten mit mir unterwegs ist!


Und da mir das Ganze eben immer noch so einen Spaß macht und gut tut, werden wir auch erst einmal weiterfahren.

 Auf das nächste 1/2....!! ;-)


19. September 2012

Turkey - Türkei

20.875 km

After riding with the two Bulgarian brothers, we met at the Greek-Turkish boarder, for 2 days 



down to Troja



we split and took the direction to the east across Ezine, Can, Biga, Bandirma in direction Bursa. 


Von Troja sind wir in östlicher Richtung nach Can und weiter durch Bandirma bis nach Bursa gefahren. Einen steinigen Feldweg hoch, ging es zu einem schönen Zeltplatz, dachte ich mir...


...was auch stimmte! Und so am nächsten Morgen auch wieder runter... :-)



We went on my very first Turkish basar


In Can, es war Sonntag, sind wir dann über den Bazar gelaufen und haben neben jeder Menge Essbarem und türkischem Tee auch allerhand Interessantes gesehen. Dies könnte der "fliegende Zingen" sein... ;-)




Hui! ;-)

Überall werden wir auf eine für mich bisher ungewohnt freundliche Weise empfangen. So laden uns immer wieder Leute auf einen türkischen Tee "Cay" ein, manchmal bevor wir überhaupt vom Motorrad abgestiegen sind, so wie an dieser Tankstelle....




Auch sind die Türken sehr stolz auf ihr Land! Überall wehen kleine... 



und auch größere Fahnen!



The Turks are very proud about their country. All over you can find the national flag!

On our way from Can to Bursa, we passed several agricultural sides. At the moment is corn harvest, partly. After recognizing this FX 40 woking with an 6-row Orbis, 


I decided to have a closer look! :-)


The man on the pic below was the owner of the fields and machines and invited me for a run in the machine, which I havn't denied... 



Nachdem ich dem Häcksler einige Zeit zugeschaut hatte, hat mich der "Patrone" - so nennen die Arbeiter ihren Chef und Eigner der Ländereien - auf eine Runde im Häcksler eingeladen, die ich natürlich nicht abgelehnt habe...


Hier in der Türkei benützen sie LKW's zum Abtransport. Ganz reguläre Aufbauten, die einfach mit ein paar Brettern nach oben hin verlängert werden, um den Laderaum zu erhöhen. Allerdings müssen die Fahrer vor der Abfahrt die Ladung noch abdecken und das von Hand.


They don't us any tractors here, only the trucks. Because it's a dry area, where the farmers have to irrigate, this is no problem. So, similar to the western US. And truck drivers have to cover their load, but by hand. 

Also the LOC is similar with 20 mm.


Die Häcksellänge hier liegt bei 20mm. Weitaus höher als in Deutschland.  
Und auch die Häckselqualität variiert leicht... :-)


Oder ob's am Modell lag...?? :-)

Dass sie hier mit ihren LKW's und Straßenbereifung gut fahren können, liegt daran, dass sie ihre Felder bewässern und gut 2 Wochen vor der Ernte diese einstellen. Allerdings hatte der Häcksler Allrad. Bewässert wird mittels kleinen dünnen Plastikrohren oder doch eher Schläuchen, die kleine Löcher im Abstand von ca. 0,5 m haben und entlang jeder zweiten Reihe verlegt werden.


But the irigation system is different. Farmers here put thin plastic tubes along the field, every 2nd row. They have little holes to drain the water every half a meter. I was very suprised about the treatment of thoses parts during harvest, because nobody cares about and they run allover them all the time... ??



Allerdings scheint sich während der Ernte niemand für diese Rohre verantwortlich zu fühlen, während alle Fahrzeuge andauernd darüber rollen...??


Uuuppss.... ;-)

Im Anschluss hat uns der "Patrone" persönlich eingeladen, ihm zum Hof zu folgen, wo er uns noch zum Essen eingeladen hat...


Afterwards the "patrone", the man in the middle, invited us to follow him to the farm for some food and drink! :-)


and while leaving described me the route to his combine, which was working in the wet wheat-fields...



Beim Abfahren hat er uns dann noch den Weg zu seinen Mähdreschern erklärt...



und Mila hat wieder die ganze Zeit geduldig am Rand des "Schlachtfeldes" gewartet, als ich auch hier eine Runde mit dem Fahrer gedreht habe...


Eieiei, was waren meine Schuhe versaut danach... :-/


In the end the operator wanted to take a photo, not in front of his combine, no it must have done in front of his "John Deere" tractor... :-)



Es waren noch einige tolle Sachen mehr, die wir in den vergangenen Tagen hier in der Türkei erlebt haben. Bereits mehr als doppelt soviel, wie in 8 Wochen Griechenland! So z.B. als wir in diesem kleinen "Picknick-Park" hinter einer Tankstelle unser Zelt aufgebaut haben...



... und nachdem ich im Restaurant um Erlaubnis hierzu gefragt hatte, kam keine 5 Minuten später der Kellner mit einem heißen Brot für uns an, frisch aus dem Ofen. Einfach so!!!




Der kleine Hund auf dem ersten Bild war auch dafür verantwortlich, dass wir am nächsten Morgen unsere Schuhe im Umkreis von 50 Metern ums Zelt herum suchen konnten. Aber irgendwie konnten wir dem kleinen Fratz nicht böse sein...!!  :-)

Alles in Allem bin ich bisher super begeistert von der Türkei und den tollen Menschen hier!!! Noch in Athen wurden wir gewarnt: "In der Türkei müsst Ihr aufpassen!" "Auf was?" "Auf Alles!" und ich fühle einmal mehr bestätigt, dass desto schlimmer andere über ein Land und seine Einwohner sprechen, desto besser ist es!! Das Einzige worauf wir (bisher) aufpassen müssen, ist, dass uns unsere Hosen am anderen Ende des Landes noch passen, so wie wir hier durchgefüttert werden und wie gut das Essen ist!  :-)

Bisher kenne ich es nur, dass viele Reisende das Nachbarland, den Iran wegen der dortigen Gastfreundschaft in den Himmel loben, von der Türkei aber nie ein Wort. Wie würde es wohl erst sein, wenn wir dort unterwegs wären.....?


Das Leben ist wie ein Buch, wer nie reist sieht nur eine Seite davon.
(Aurelius Augustinus)

17. September 2012

... und Tschüss!!!

Griechenland! 

Endlich, nach nun knapp 2 Monaten!

In Thessaloniki haben wir noch 2 Nächte bei Nickos verbracht, den wir auf dem HU-Treffen kennen gelernt hatten. Einer der Beiden, die das Radio-Interview mit mir gemacht haben. Er hat uns ein wenig die Stadt gezeigt...


und später auf einen Aussichtspunkt gebracht, hoch über der Stadt




Dort haben einige „Park-Ranger“ und Feuerwehr-Leute gesessen und Wache gehalten, da es ja in GR seit Monaten trocken und warm ist. Sie haben uns zu sich rüber gewunken und uns auf einen Snack und ein wenig „small talk“ eingeladen...


Nickos hatte mir im Vorfeld angeboten, falls nötig, dass er die Möglichkeit habe, an meinem bike zu schrauben. So haben wir meinen zweiten Flaschenhalter, den ich schon seit Vassara mit mir umher schleppe, am rechten Koffer angebaut, so dass wir nun etwas mehr "Trinkbares" dabei haben... 


Dann hat er mich noch zu Stravos gebracht, ein in Stuttgart aufgewachsener Grieche, der nun hier in Thessaloniki eine Motorrad-Werkstatt hat. Ein waschechter Schwoab mit „Häusl bauen“ und allem drum und dran… ;-)
Auch er hat mir seine Hilfe angeboten und so habe ich die Gelegenheit genutzt einmal die Bremsflüssigkeit zu wechseln, die nun bald 2 Jahre alt war und gut 40.000 km hinter sich hatte...


Von Thessaloniki sind wir dann zügigst nach Osten aufgebrochen. Haben eine Nacht am Strand in Kavala übernachtet, wobei wir am späten Abend eine sehr merkwürdige Begegnung mit dem Bar-Besitzer von nebenan hatten (und ich mich einmal mehr tierisch geärgert habe!) und sind dann am nächsten Tag weiter nach Alexandroupoli.

In dieser  Richtung liegt die Türkei – noch 50km!


Eine Tatsache, die mir schon bei meinen USA-Reisen aufgefallen ist und die sich nun 1:1 fortsetzt, ob Italien, Bosnien, Albanien und nun auch Griechenland. STIHL, immer und überall, in jedem noch so kleinen und vermeintlich unentschlossenen Nest findet man einen Vertreter…


Nach meinem kanpp 2- monatigen GR-Aufenthalt ein positives Fazit zu ziehen fällt mir recht schwer, da es das erste Land auf meiner Reise ist, in das ich für's Erste nicht mehr reisen möchte. Dies hat mehrere Gründe, allem voran aber die Tatsache, dass wir Deutschen momentan nicht sehr beliebt sind. So wurden die Kellner unfreundlicher, der Tankwart rümpfte nur die Nase und in einem Lokal haben sogar die Preise variiert, nachdem ich mein Heimatland genannt habe. Zudem jedes Mal irgendwelche abwertenden Argumentationen – auf Griechisch natürlich – die immer „Mrs. Merkel“ beinhalteten. Ich verfolge ja momentan nicht wirklich Politik, aber egal was unsere Kanzlerin den Griechen vor wirft, es stimmt garantiert!
Ein unzuverlässiges und ziemlich faules Volk! Potentielle Arbeit wäre ja im Überfluss vorhanden (Arbeiter ebenfalls) aber stattdessen sitzen sie den ganzen Tag in irgendwelchen Bars, auf dem Dorfplatz, machen von 14 bis 18 Uhr sowieso Siesta, die notfalls sehr rigoros durchgesetzt wird, in dem einem einsamen Arbeitenden (im explizieten Fall mir) die Stromleitung rausgezogen wird! Wenn man sie darauf anspricht geben sie in felsenfester Überzeugung von sich, das „am härtesten arbeitende Volk in Europa“ zu sein….???????????????
Egal wie viele Sparpläne und in welcher Art, diese werden alle nichts nützen, wenn sich nichts an der Griechischen Mentalität ändert. Aber wenigstens haben sie ja nun schon mal 1A Autobahnen, neuer und besser als die bei uns im Osten!
Zusätzlich die Preise! Abgesehen von einigen Bauern, die am Straßenrand ihr Gemüse verkaufen ist alles, aber wirklich Alles sündhaft teurer als im Rest Europas. Bestes Beispiel hierfür ist die Tube NIVEA-Sonnencreme für 35 €!! Kein Wunder, dass die Krise haben. Kann ja kein Schwein kaufen, das ganze Zeugs!

Wer weiß, vielleicht ändere ich meine Meinung irgendwann in Zukunft mal wieder? Da wir mit Dimitris aus Athen und auch Nickos in Thessaloniki und kurz vor Schluss noch Stavros ja sehr hilfsbereite Menschen kennen lernen durften!! Vielen Dank für die Unterstützung an dieser Stelle!! Im Moment überwiegen die ganzen negativen Erfahrungen aber leider noch... :-(


Vor drei Tagen sind wir dann an der Grenze in Ipsala gegen Abend in die Türkei eingereist!


und haben unmittelbar im Anschluss an dieses Foto Arkadiy und seinen Bruder Kosta kennen gelernt, denen der HU-Sticker auf meinem Motorrad aufgefallen ist. Beide waren auf einer kurzen Reise aus ihrem Heimatland Bulgarien in die Türkei. Da wir uns recht gut verstanden haben, haben wir kurzerhand beschlossen gemeinsam einen Zeltplatz zu finden und die Nacht zusammen zu verbringen.


Und da wir am nächsten Morgen herausgefunden haben, dass wir für's Erste die gleiche Richtung vor uns hatten, sind wir einen Tag gemeinsam von Ipsala aus durch Kesan hinunter an Gelibolu vorbei, und haben dann die Fähre nach Canakkale genommen...



Auf dem Weg nach Asien... :-)


Jippeeeee......!!!!

Bis nach Troja sind wir gemeinsam gefahren, was sehr viel Spaß gemacht hat und gut tat.
 Vor dem Abschied wollte ich aber unbedingt mal Probesitzen, auf Kosta's Yamaha


 mit der er 1 1/2 Jahre von Bulgarien aus quer durch Russland, Kasachstan, die Mongolei bis nach Wladiwostok gefahren ist und dann mit dem gesamten Gespann in und durch die USA und anschließend zurück nach Europa. Respekt!!!


So sind wir nun seit 2 Tagen und ich nun über 20.000 km in der Türkei. Aber mehr dazu im nächsten post... :-)




12. September 2012

United

Hello!

As you probably noticed, I'm not travelling alone any longer. Mila joined me almost 6 weeks ago, a little in advance of the HU-meeting. She is also looking forward into a different lifestyle and liked my idea and this kind of travelling very much, that she decided to join me!! :-) So now my bike is really "packed" full...



After trying very hard to loose weight, by leaving clothes and other stuff, which seemed not to be so necessary, we left Athens a few days ago and started moving back north...


We passed Mount Olymbos, but he was covered into clouds, unfortunately... :-(




We stopped for coffe in a small town at the edge of the mountain and saw this guy carrying his calves...


... and I had some fun with this very fearless cat...


On our way across the plains, we found a lot of cotton fields...


 almost ready for harvest




:-)

Further down the road, I recognized a cotton picker and stopped by...


... had a small talk with Yorgos (Greek name for George)



Now, I'm alomost half a year on the road and am still gaining more passion for it day by day!!  But travelling with two people on my bike is physicaly way more exhausting, than I expected! And I feel that the load is still too much for my good bike. But in the other hand it has a lot of advantages, while not beeing alone!!! So we will go on like that for the next time... :-)

So we determined the route for the near future and decided next to hit towards...



...Turkey!!! :-)