1. Juni 2012

Lamborghini, Ferrari and GRECO

Hello my english speaking friends,


because I really enjoyed the happenings during the last days (except the earthquake), I want to share some ot them in English, as well!


The man, where I am staying at since last Saturday, has some friends who are also bikers, so we did a very nice trip together on Sunday.




We had a lot fun while driving across the Italian mountains and went for a great local dinner in the evening. 
The following day, two of them invited me to spent the day together. They figured out that I'm interested in machines and sheduled a privat guided tour at the Lamborghini museum...




done by Fabio Lamborghini, the nephew from the founder Ferruccio Lamborghini... :-)
He told us, that his uncle manufactured tractors, heating systems, hydraulic components, golf cars and produced also wine.




After he earnt so much money and didn't know in which way to waste all these :-) he bought sich several "Supercars", also a Ferrari. But his Ferrari had strange promblems with the clutch, so he tried to fix this himself and has been succesfully. He went to Maranello to let the engineers at Ferrari to know about this, but Enzo Ferrari himself was just smiling at him, because he didn't think well about Ferruccio with his tractors and heating systems, and told him there are NO problems with any Ferrari! Ferruccio were just a very bad driver!


So much pissed Ferrucio Lamborghini answered he would never by again a Ferrari and will start building his own "Supercars"! 
I guess the rest is history!




This is me with Mr. Fabio Lamborghini, the nephew of the founder Ferrucio.




And with Giovanni and Marco, the two very nice men, who invited me to spent a very interesting day with them!



The next day I drove to a company named GRECO, where I made an appointment a few days before. I remembered the very big plough from last year, while passing the town Villa Poma.


A small family owned company, which produces tilling equipment here in the PO-area. I was welcome by Francesco Greco, one of the owners.
 Such a very big plough is about 6 tons heavy and were used in the 60's till the 80's. Mainly for preparing ground of fruit plantation and areas for wine grapes, while tilling one meter deep. Puuuuhh..... :-)


Nowadays the average depth is about 40 - 45 cm, so the majority they produce are ploughs with 2 or 3 blades, which still require 200 hp and more!


Francesco didn't speak English at all, but a little German. :-) 
Later his son arrived, who spoke English so we had a pretty nice conversation about farming... His son works for a company with hydraulic equipment and has to deal a lot with John Deere in Germany. He also knew about Krone. It's a small small world... :-)


In the end we took a nice picture. Luigi and Francesco Greco with his son and myself. And my bike, of course! ;-)


Last Tuesday a strong earthquake occured here in the north of Italy. Many houses collapsed and companies got destroyed. Also people died. So many people are sleeping outside in tents, because of they fear going inside their homes. Also, a lot of people disappear from work...
Due to that fact, Giovanni, who owns a company which produces juice and other fruit products, offered me a job in his company for several weeks, which I hav'nt denied, because I'm really looking for money. He also offered me to stay at his house during that time... ;-)

For the next 2 weeks at least I will stay here in the area around Cento and produce fruit juice... :-)



29. Mai 2012

Umbria und Emilia Romagna

(*10.000 km*)


Hallo Zusammen,


während der vergangenen Tage habe ich die 10.000 km-Marke seit meiner Abfahrt geknackt und auch sonst einiges erlebt. Aber lest einfach selbst... :-)


Von Rom aus bin ich sehr zügig nach Norden aufgebrochen und durch Umbria bis nach Assisi gefahren.




Eine sehr schöne in den Hang gebaute Stadt, die sehr religiös geprägt ist.



Der auf dem Bild nicht zu sehende noch höhere Berg weiter links, erweckte in mir den Eindruck einer sehr schönen Aussicht, sowohl auf Assisi, als auch über die Ebene. 
Und da es schon später Nachmittag war...


...sieht es so aus, wenn ich mich nach einem Zeltplatz mit guter Aussicht umschaue :-)


Und das war am nächsten Morgen nach dem Aufstehen! :-)

Auf der Weiterfahrt habe ich von weitem einen Farmer mit seiner  CAT-Raupe gesichtet, der auf für mich nicht nachvollziehbare Weise die Landschaft mit seiner Scheibenegge verwüstete, da er hin und wieder auch mal kreuz und quer durch die Selbige fuhr...

Das wollte ich mir natürlich genauer anschauen und bin daher einen sehr steilen Hang hinunter....

... bis ich unten in einem Graben stecken geblieben bin ... :-(


Da ich so auf keinen Fall mehr raus gekommen wäre, habe ich alles Gepäck abgebaut und wie bei der Bundeswehr: "Klappspaten frei!" angewandt.


Und auf einmal kam der gute Mann mit seiner Raupe auch wieder vorbei. Steigt aus flucht irgendetwas auf Italienisch, was ich wie "Wo her? Wohin? und was machst Du hier?" deute, sagt dann lässig "Ciao" und fährt wieder weiter...  :-/


Da er mich also so hilflos da stehen hat lassen, hab ich über eine Stunde gebraucht, um da wieder raus zu kommen und langsam wurde es dunkler...


Ich habe dann versucht erstmal ohne Gepäck wieder den Berg hoch zu kommen, aber vergeblich. Nach mehreren "Umfallern" und schwindender Kraft, zum immer wieder erneuten Aufrichten, es war auch bereits Neun Uhr, habe ich beschlossen wieder ganz hinunter zu fahren und mir eine ebene Stelle zu suchen, wo ich mein Zelt aufstellen konnte, da ich es aussichtslos ansah, noch heile im Hellen da raus zu kommen. 
Da ich die gesamte Tortur ca. 1 km zurück zu allem Gepäck, nicht nochmal durchmachen wollte, habe ich mein bike an dem potentiellen Zeltplatz abgestellt und nachdem ich dann 4 Mal hin und her gelaufen bin, konnte ich endlich um 10 Uhr bei absoluter Dunkelheit mein Zelt aufbauen... :-/
... und wusste, dass ich am nächsten Morgen erneut vor dem gleichen Problem stehen würde... :-(

Da ich eine gewisse Angst hatte, der irre Farmer könnte mich am nächsten Morgen, während seinen "Kreuzzügen" im hohen Gras einfach überrollen, bin ich ganz erschreckt um 8 Uhr von einem 6-Zylinder-Brummen geweckt wurden und wie von der Tarantel gestochen aus meinem Zelt und siehe da...


Er war zum Glück noch weit genug weg, so blieb mir auch noch Zeit für ein Foto :-) kam aber wieder zielstrebig quer durch die Wiese auf mich zu, stieg aus, fluchte wieder irgendwas Italienisches wie "Hau jetzt endlich ab!" und fuhr wieder weiter... :-)

Gegen Mittag hatte ich es dann geschafft, nachdem ich den gesamten Hang umrundet hatte und wieder mehrmals auf der Seite lag, mich irgendwie an einer weniger steilen Stelle hinauf zu mogeln, da mein Nachtlager und das ganze Tal eine einzige Sackgasse waren! 

Auch hab ich mich tausend Mal bei meiner bisher immer so treuen "Melody" entschuldigt und versprochen sie in Zukunft vor solchen willentlichen Quälereien zu verschonen.


Ein schönes kleines Abenteuer allerdings, was im Nachhinein Lust auf mehr macht... ;-)

Auch denke ich mittlerweile, (m)ein bike, was das Ganze so recht unbeschadet aushält, ist genau das Richtige um bis ans ....  zu fahren!!!


Die Straßen von Firenze nach Bologna, sind wieder einfach klasse gewesen! Spätestens nach 200 Metern kam immer wieder eine Kurve! Von daher habe ich für 100 km gut 2 h gebraucht....


Von hier aus hatte ich eine schöne Aussicht auf die Formel 1 - Renstrecke von Imola.


In Cento bin ich im Moment bei Eugenio, der auch eine BMW GS hat, allerdings eine große 1100er. Er selbst war die ersten Nächte überhaupt nicht zu Hause und hat mir am ersten Abend direkt seine Schlüssel gegeben und meinte: "Feel free!"

Ich glaube die meisten Leute die mich mit meinem Bike sehen, haben eh keine Angst, dass ich ihnen was klaue! Was auch? Ich versuche seit Wochen um jeden Preis Gewicht zu reduzieren, soll ich mir da etwa noch einen 120 cm - Flachbildschirm auf den Rücken gurten??

Am Pfingstsonntag haben wir zu Viert mit Freunden von ihm einen Motorrad-Ausflug gemacht, was echt super klasse war! Wieder ein paar schöne kleine verschlungene Straßen durch die Berge und Abends haben sie mich noch zum Essen eingeladen, so dass ich schon ein schlechtes Gewissen bekam.


Eugenio selbst und auch seine Freunde sind alle um die 50, könnten also meine Väter sein, aber wir haben so super verstanden, dass die beiden anderen mich für den nächsten Tag direkt eingeladen haben. Sie hätten früher eine gemeinsame Firma gehabt und einer hat nun einen größeren Bauernhof, da er wohl genug von der "Plackerei" hatte. Als ich Ihnen vom meinem Interesse für Traktoren und Co. erzählte, musste ich natürlich nach einem Schlepper schauen, der ein kleines Hydraulik-Problem hatte... :-)

Nachdem ich dieses auch erfolgreich diagnostiziert hatte, meinten sie die Reparatur könne warten und fragten mich: "What do you think about visiting the Lamborghini-Museum? It's just 5 km away!" "Of course!" war meine Antwort, wie Ihr Euch sicherlich denken könnt... ;-)


Das Museum ist eigentlich nur an Wochenenden geöffnet, aber Giovanni hat es irgendwie hinbekommen eine "Privat-Führung" bei Fabio Lamborghini, dem Neffen des Gründers Ferruccio Lamborghini, zu organisieren. 

Dieser erzählte uns, dass sein Onkel nach Traktoren auch Heizungssysteme, 


Hyraulikkomponenten, 


Golfplatz-Cars, ja sogar Wein produzierte...


Als er soviel Geld verdient hatte und sich sowohl, Masseratti, Aston Martin, Buggatti und einen Ferrari zu gelegt hatte, fiel Fabio's Onkel ein Problem an seinem Ferrari mit der Kupplung auf, das so wie er erzählte zu dieser Zeit mehrere hatten. Als Tüftler hat einen Weg gefunden dies an seinem Exemplar zu beheben und wollte den Ferrari-Leuten dies zeigen. Enzo Ferrari selber wollte dies aber anscheinend gar nicht hören, dass an seinen Autos irgendetwas nicht stimmen solle und erwiderte es würde an Ferrucci Lamborghini's Fahrstil liegen und er sei ein schlechter Autofahrer!

So sehr gekränkt versprach er Enzo nie mehr einen Ferrari zu kaufen und von nun seine eigenen Super-Car's zu bauen. Das Resultat ist wohl hinreichend bekannt! :-)

Zum Abschluss noch ein Foto von mir mit Fabio Lamborghini vor dem Portrait seines Onkels... ;-)


Da ich mich ja eigentlich zum Traktor reparieren angezogen hatte, kam ich mir neben Herrn Lamborghini ziemlich underdresst vor... :-)



und natürlich auch noch ein Bild mit meinen beiden "neuen Freunden" Giovanni und Marco.


Einfach nur Wow und super genial!!!

Da kann ich nur jeden bemitleiden der meint Couch Surfing sei das Letzte, in dem ich anderen nur auf der Tasche liege... ;-)

Alles in Allem war die vergangene Woche schon recht erlebnisreich und weiterhin will ich mit jedem Tag einfach nur weiter "reisen", da es mir immer mehr Spaß macht und eben gut tut, wie man glaube ich auch auf den Bildern und dem geschriebenen erkennen kann... :-)

Hätte mir vor ziemlich genau drei Jahren, als ich damals im Mai 2009 jenes Job-Angebot bekam, was mich letztlich Monate später so "ausgenockt" hat, erzählt, dass es noch ein ganz anderes Leben gibt und dazu noch, dass ich mal ein solches leben würde, den hätte ich für hochgradig verrückt und bescheuert erklärt!

Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt... ;-)

25. Mai 2012

Roma





Seit Sonntag habe ich die Tage in Rom verbracht. Davon hat es leider zwei geregnet und auch auf der Hinfahrt bin ich 4 Stunden lang schön durch den Regen gefahren. Vielleicht ein Omen...?


Die anderen Tage bin ich für jeweils 1 € mit dem Bus durch die Stadt gefahren und viel zu Fuß gelaufen. Für 1 € kann man 75 min lang fahren, egal welcher Bus oder Metro und wie viele Stationen. Einmal mehr einfach simpel...


Auf dem Petersplatz hab' ich mich in der Mitte auf die oberste Stufe des Obelsik gesetzt und dem Treiben etwas länger zugeschaut. Überall Pilger-Gruppen, die sich zum "Nicht-Verlieren" etwa alle gelbe Mützen aufsetzen...




... oder weiße Mützen und Halstücher... 




Auch scheinen einige Hochzeiten im oder um den Petersdom statt zu finden




Und auch im Vatikan fährt man New Holland  :-)


Mit dem jungen Mann zur Rechten hab ich mich nach der Wachablösung unterhalten, die erstaunlicher Weise auf einem argen schweizer Dialekt in Deutsch erfolgte.


Er erzählte mir, sie seien von der "Schweizergarde" und für die Sicherheit und das leibliche Wohl (ob sie ihn auch bekochen???) des Papstes zuständig. Daher bewachen sie die Eingänge zur Vatikanstadt und begleiten den heiligen Vater auf seinen Reisen.

Sprich 140 Männer unserer neutralen Nachbarn sind für das Wohlergehen eines unsere Landsmänner verantwortlich... :-)

Weiter bin ich zum Pantheon gelaufen. Ich glaube, dass dies damals schon ein echtes architektonisches Meisterwerk war, eine so große freitragende Kuppel bereits im 2. Jahrhundert!?
Aber Daniel wird hierüber bestimmt besser Bescheid wissen... ;-)


Was den Verkehr hier im Rom angeht, so ist es bei Weitem nicht so schlimm, wie ich es weiter im Norden erzählt bekam. An roten Ampel wird größtenteils gehalten, einige Roller mogeln sich zwar manchmal durch, aber ein gewisses Maß an Disziplin ist schon erkannbar. 


Wie die Amerikaner im Auto, so machen die Italiener alles während der Fahrt auf dem Roller. Rauchen, mit dem Handy telefonieren, an den Ampeln SMS schreiben, den Hund auf dem Arm mitnehmen und einige andere Kuriositäten hab ich schon im Vorbeifahren gesichtet, konnte nur leider nie ein Foto davon machen...


Allerdings sehen auch viele Autos, wie dieses hier aus, da es anscheinend doch des Öfteren auf "Tuchfühlung" geht, was die meisten Besitzer aber nicht sonderlich zu stören scheint... :-)




Und auch die "Scuola Guida" hat ihre kleine Narben...




Von Mila bekam ich erzählt, dass sie im letzten Jahr am Torre del' Argentina bei den romancats war.




 Eine Katzenkolonie mitten im Herzen Roms, in den alten Ruinen am Piazza del' Argentina. 
Um die 200 Katzen leben hier und haben in der schönen Sonne weitestgehend ihre Ruhe, da der Zutritt für Besucher gesperrt ist. :-)




Zwei Frauen haben in den 90er Jahren damit begonnen, sich um die vielen ausgestoßenen und kranken Straßenkatzen zu kümmern. Sie peppeln sie wieder auf, impfen und sterilisieren sie, versuchen sie neu zu vermitteln oder viele bleiben auch einfach dort.


Da ich Katzen ja auch sehr gerne mag, habe ich mich etwas länger umgeschaut...



und natürlich auch viele gesehen, die mir echt leid taten.


So zum Beispiel "Lucky Giovanni" der es mir irgendwie angetan hatte, schon bevor ich näher ran kam.




Er sei alt und blind, sagte mir die Pflegerin, hätte aber ein schönes Leben gehabt...
Daher wohl auch der Name!? Aber super zutraulich und lieb!




Alles in Allem fand ich das super toll, was die beiden Damen da auf die Beine gestellt haben.




"....Jaaaa, er lebt noch, er lebt noch stirbt nicht!"



:-)


Am Abend hat mich meine CS'erin zu einem Platz gebracht, wo man schön über die Stadt schauen konnte...






Nun bin ich aber wieder auf dem Weg gen Norden und will Italien nun alsbald verlassen, da ich nach fast 1 1/2 Monaten nun echt genug von Land und Leuten hab! ;-/