11. Juli 2012

Balkans

Well, so much to tell!


"I fell in love with the Balkans!"


Three weeks ago I entered the former Yugoslawien countries and drove more than 300 km along the Croatian coast. I took almost the same route than last year, just the opposite direction! And it  was more than great another time!!! :-)


In Bosna i Hercegovina I drove across the country all the way to Sarajevo and afterwards down to the south. One night a local farmer, who didn't speak English or German at all, offered me to stay with my tent in his backyard. After milking his cows he brought me a glas of fresh and hot milk in the evening... Great ;-)


His little kids were really attracted into my bike... :-)

Very nice experience!!


Along the road I saw many of those "plasts", that's how the local people call these outside storages for their hay.




 Later on I met a local farmer, while he was cutting his gras ...


 with his "self propelled" mower


He told me in this way he is cutting his 10 ha (25 acres) in four days (!!) and that two times a year for making the hay. He said, he doesn't own a tractor and some farmers are still cutting the gras by hand with a scythe. Unbelievable...!?!

I also saw how those "plasts" are built while swathing the hay by hand...


... one person is climbing on top...


... and the other one is handing the hay up...

All the local farmers have been very friendly and happy to take me pictures with them, even if I drove them almost on their feet with my bike :-)



I drove almost across the entire countries of Bosna i Hercegovina and Montenegro and meet just great, freindly and very helpful people! Awesome experiences, which I had here and far away from "dangerous" or what else most the people in western Europe (and the rest of the world?) are thinking about the local citiziens.

I spent 2 nights in a rafting camp between the boarder of those two countries. The camp is owned by a member of the BIH national rafting team and he offered me to try rafting, which I havn't denied... ;-)


Through the beautiful "Tara-Kanyon"


During one night he had a party in the camp and several of his local friends appeared. We had a lot of fun and again, they have all been very fiendly and treated me extremly polite and good! Just great!! They told me that they feel sad about foreign peoples opinion about their countries and I should pass my experiences, what I certainly will, because I really fell in love with the Balkans!! The food, the people and the scenery are just awesome!

Just a great time I had there!!


and meet several new friends...



The picture below was while passing from the "Federal republic of Bosna" into the "Republic of Srpska". These are the two countries the entire BIH exists of.



After I drove across Crna Gora or Montenegro in German language, with its beautiful sceneries...



I now want to enter Albania, cross it and then enter Greece within the end of the week... :-)

To be continued... ;-)




8. Juli 2012

BIH - die Zweite

(12.940 km)


Hallo Zusammen!


Knapp 400 km bin ich, hin und wieder auch mal im Landesinneren, der kroatischen Küstenstraße gefolgt...


habe mir Abends nochmal einen Campin-Platz gegönnt, ganz frei nach dem Motto: "Happiness is a warm shower..." und die darf alle 3 Tage ja auch mal sein! ;-) 



Direkt am Strand. Im Hintergrund kann man die Treppe sehen, die ins tiefe Wasser führte, was ich auch Abends und am nächsten Morgen genutzt habe :-)
Das Wasser hier war klasglar und viele Fisch-Schwärme sind direkt an der Küste, was schon echt sehr toll anzusehen war unter Wasser! Ich glaube in diesen Tagen wurde in mir eine kleine Faszination für das Tauchen geweckt...!? :-)


Kurz hinter Pisak habe ich dann die Adria verlassen und mich ins kroatische Hinterland begeben und gegen Abend bin ich in Priska nach Bosnien und Herzegowina hinein gefahren.


In BiH herrscht "Tagfahrlicht-Pflicht". Eine Sache für die mich in Deutschland einige Leute nahezu an den Pranger gestellt haben, weil ich tagsüber mit Maschinen und eingeschaltetem Licht auf den Straßen und Feldern unterwegs war...!??

Da es nach einem Sturm aussah, bereits 19 Uhr durch waren sowie in und um Livno weit und breit kein Camping-Platz in Sicht, hielt ich es für klug, mich nach einem geschützten Quartier für die Nacht umzuschauen. Bei einem abgelegenen Bauernhof kam der Mann auch direkt auf mich zu und mit Händen und Füßen habe ich versucht ihm mein Anliegen zu erklären. Er ist überaus freundlich, gibt mir zu verstehen ihm zu folgen und macht mir irgendwie klar irgendwo in seiner Wiese mein Zelt aufzustellen... :-)

Dann kommen auch seine Kinder und finden mich und mein Motorrad natürlich super interessant! :-)


Nachdem er Abends seine Kühe gemolken hat, bringt er mir sogar noch ein Glas warme Milch ans Zelt... :-)

Und als ich schon fast am Schlafen bin kommen seine Neffen, alle 5 im teenager-Alter und sind ganz stolz mich zu treffen, klopfen mir andauernd auf die Schulter und erzählen mir das einer von ihnen in Köln geboren wurde und sie immer noch Verwandte in Deutschland haben und wollen mich eigentlich gar nicht mehr zurück ins Zelt lassen.... :-)


Am nächsten Morgen nach dem Aufstehen... 

Alles in Allem ein super tolles Erlebnis und weitab von "gefährlich" oder anderen Horror-Szenarien, die viele vermutlich mit diesen Ländern und den Einheimischen hier verbinden! Am nächsten Vormittag, als ich für einen Kaffe und internet nochmal nach Livno hinein fahre, wird es sogar noch besser. Ein Rocker, vor dem jeder wahrscheinlich beim Anblick erstmal erschaudern würde, parkt mit seinem Motorrad direkt neben mir, stellt sich mit einem Namen den ich beim besten Willen nicht behalten konnte und dem Zusatz "MC Livno" vor, klatsch erstmal mit mir ab und wünscht mir nach einem kurzen small-talk "Good luck" und eine gute Reise! :-) In der bar dann lerne ich Tijo kennen, der Deutsch spricht, in Offenbach lebt und auf "Heimaturlaub" ist. Auch er ist super hilfsbereit, lädt mich auf einen Drink ein, als ich eigentlich schon weiter will, hilft mir eine bosnische SIM-Karte für's Handy zu kaufen und gibt mir seine Telefon-Nr. mit den Worten "... melde Dich falls Du Probleme in Bosnien haben solltest!!" 

Was soll ich diesen ganzen Erlebnissen noch hinzufügen...?

Mittlerweile werden es auch jeden Tag immer mehr Eindrücke, dass es mir auch schon zu viel wird auch nur die Besten alle hier niederzuschreiben. 
Und dabei bin ich doch gerade erst gestartet und noch nicht einmal 3 Tages-Fahrten von Deutschland entfernt!
Vielleicht sollte ich nach meiner Rückkehr (irgendwann) mal ein Buch schreiben...??? :-)


Das nächste Motiv müsste einigen bekannt vorkommen, nur dieses Mal mit anderem Nr.-Schild.


Abseits der Straße werden nun auch die "Heu-Berge" auf Bosnisch "plast" wieder mehr und mehr, die die Bauern hier auftürmen.


Während ich so ein wenig herum experimentiere beim Fotografieren, sehe ich doch aus der Ferne...


... den guten Mann beim "Heu Wenden".

Da ich dies natürlich genauer sehen und wissen wollte, fahre ich ihm mit meinem Motorrad direkt bis vor die Füße! :-) Da er weder Englisch noch Deutsch spricht, bleibt es bei Zeichensprache, aber auf eine sehr lustige und angenehme Art! Auch ist er sehr gerne Willens, dass ich ein paar Bilder von ihm mache... 


Ich verstehe gerade, dass er Suart heißt, um die 20 Kühe hat, zwar einen kleinen Traktor besitzt, aber das meiste hier eben trotzdem noch Handarbeit ist...


Dann erreiche die ehemalige Olympiastadt wieder...




und besuche erneut die Innenstadt und gehe über die Brücke, wo damals der Österreich-Ungarische Thronfolger erschossen und damit der 1. Weltkrieg ausgelöst wurde.


Als ich aus Sarajevo weiter will, stürmt es so sehr, dass ich gezwungen bin mir kurz hinter der Stadt ein Zimmer zu nehmen. Der Kellner heißt "Sascha" und wir verstehen uns von Beginn an ziemlich gut. Abends erzählt er mir einiges über BIH und das ehem. Jugoslawien.



BIH besteht aus zwei Ländern, der "Förderation Bosnien u. Herzegowina" sowie der "Republic of Srpska". Leztere fühlen sich sehr zu Serbien hingezogen.  An den Straßenschildern könne man immer erkennen, in welchem Teil BIH's man sich gerade befinde. Die Förderation, zu der auch Sarajevo gehört, habe die lateinische Bezeichnung oberhalb und in der Republic Srpska stehe immer die kyrillische Bezeichnung als Erstes...


... so wie hier am inner-bosnischen Übergang...

In Foca lerne ich Vjeko kennen, der richtig Vjekoslav heißt. Er besitzt ein "rafting camp" und bietet rafting-touren durch den Tara-Kanjon an. Auch ist er selbst im bosnischen Rafting-Nationalteam. Er lädt mich zu sich ins camp ein und ich bleibe zwei Nächte dort und an dem einen Tag mache ich eine Tour mit. Mein Skipper "Sasha", den ich morgens schon im camp kennen lerne, zieht sich den ganzen Tag über Bier, 6 Schnaps (die ich mitbekomme) und 2 Joints rein und gegen 17 Uhr kann es dann endlich losgehen... :-)
"He is a better driver when he is drunk..." sagen die anderen und dem war auch echt so!!


Da es Wochenende war, kamen Samstag viele seiner Freunde ins Camp, allen Alters und ich hatte eine Menge Spaß. Auch sagen mir alle ich solle doch meine Eindrücke hier aus Bosnien weiter geben, da sie denken, dass viele Deutsche und West-Europäer sie für "wilde Kriegs-Kanibalen" halten... Wild war canibals war der wörtliche Ausdruck!
Ich glaube so ähnlich ist es auch, auf jeden Fall in keinster Weise ein Bild was meine Erlebnisse widerspiegelt, die einfach nur klasse waren. Alle waren super nett zu mir und freundlich, sie haben beide Abende ein 1A Essen gezaubert, ganz nach meinem Geschmack und ich musste weder Hunger noch Durst leiden. Eher war ich vielmehr damit beschäftigt die andauernden Angebote von Schnaps usw. abzulehnen... ;-) 

Da ich in Sarajevo, aufgrund der super vielen überaus hübschen Mädels, schon arge Probleme hatte mich auf den Verkehr zu konzentrieren, Ich habe mit Wissen noch nie so viele schöne Frauen auf einmal gesehen, wollte ich es Abends nicht auslassen, mal ein paar Fotos mit den Selbigen zu machen... ;-)



und weil's so schön war...




Alles in allem ein geschmeidiger Abend... ;-)


Am nächsten Morgen habe ich dann Vjeko und seine Freunde nach einem Abschiedsfoto verlassen 




und mich auf den Weg nach Montenegro begeben, wo ich mich zurzeit auf dem Weg nach Podgorica befinde...


Als Fazit von BiH kann ich nur festhalten, dass es ein landschaftlich sehr abwechselungsreiches und schönes Land ist und seine Bewohner alles andere als "Wilde" oder "gefährlich" sind. Im Gegenteil, sehr gastfreundliche, nette und Fremden gegenüber offene Menschen und ich denke, dass ich nicht das letzte Mal hierher gekommen bin!



1. Juli 2012

Kurs Süd-Ost

12.132 km



Aufgrund meiner "Zwangspause" in Duino, habe ich einige Tage lang mal fast "garnix" gemacht. Bin zum Strand gegangen, habe den oder anderen Cappuccino getrunken, hab' in der Sonne gelegen, relaxt und war anschließend überrascht, dass sich die Welt immer noch weiter drehte... :-)
Im Großen und Ganzen fühle ich auch, dass ich (sehr sehr) langsam die Hektik meines bisherigen deutschen Alltags verliere. Dies merke ich vor allem daran, dass ich mich viel gelassener bewege, wenn ich zu Fuß unterwegs bin; quasi mehr "schlendern", zum "Flanieren" habe ich nicht das passende Out-fit dabei... ;-)


Ich habe den Vorschlag von Antonio und seiner Frau, bei denen ich zwischenzeitlich ja mehr oder weniger eine Woche lang "gewohnt" habe, befolgt und bin mit dem Zug einen Tag nach Venedig gefahren...




... habe das Ausrücken der venezianischen Feuerwehr beobachtet...


... mich verbotener Weise auf dem Campus der Uni eingeschleust und den Hinterausgang gefunden... 


... bis ich aber auch hier mahnend auf Italienisch darum gebeten wurde, das areal zu verlassen. ;-)

Daraufhin habe ich mich in den kleinen Gassen und Winkeln Venedig's gewollt verloren...


... den "Gondoleri's bei der Arbeit zugeschaut...


... bis mir abends jemand erklärte, dass "Alla Ferrovia" soviel wie "Richtung Bahnhof" bedeute...


... so dass ich auch rechtzeitig wieder zu meinem Ausgangspunkt zurück gekommen bin! :-)


Alles in allem ein sehr geschmeidiger Tages-Trip, während dem ich des Öfteren an den Film "The Tourist" mit Johnny Depp und Angelina Jolie denken musste, den ich vor fast zwei Jahren im Kino gesehen habe!


Den darauffolgenden Tag habe ich mich mit Diana in Trieste getroffen. Sie und ihren Freund hatte ich ein paar Tage zuvor in einem Cafe kennen gelernt und sie baten mir an doch mal vorbeizuschauen.... :-)



Am Donnerstag war es dann soweit, dass mein Ersatzteil endlich ankam und ich daraufhin mein bike schleunigst wieder zusammen gesetzt habe!


Ich bin schon sehr froh, dass ich die meisten Arbeiten selber machen kann, da ich sonst noch einen guten Geld-Betrag mehr ausgeben müsste...

Zum Abschied noch ein Foto mit Antonio, seiner Frau Dilka und Hund "Oskar", wobei ich gemerkt habe, dass sie doch froh waren, dass ich nun endlich wieder weiter bin und sie ihre Wohnung wieder für sich alleine haben... :-)


Einen sehr kurzen Schlenker habe ich durch Slowenien, vorbei an den Pferden in Lipica und durch Ilistra Bistrica gemacht und bin am selben Tag noch in Istrien in der Nähe von Buzet nach Kroatien "eingefahren"...


... habe irgendwo in der Nähe von Opitija und Rijeka nach langer Zeit nochmal mein Zelt aufgebaut. Mit schöner Aussicht selbstverständlich! ;-) 


Auf der Weiterfahrt konnte ich mir beim Namen dieser Bar, das Schmunzeln nicht verkneifen... *lol*  ;-0


Am nächsten Tag weiter die Küstenstraße entlang Richtung Zadar...



Neben dem Fahren in den Dolomiten ist dies auf jeden Fall ein weiterer Höhepunkt! Über 200 km entlang an der Küste, Kurve um Kurve, bei schönstem Sonnenschein und über 30°C.  Super klasse und einfach nur genial!!! 
Easy Rider


Gegen Abend bin ich dann eine abgelegene Seitenstraße bis zu deren Ende hinauf...


... was mich aber natürlich nicht von der Weiterfahrt abgehalten hat, um wieder einen schönen Zeltplatz mit Aussicht (!) zu finden... ;-)


Wenn man genau hinschaut, kann man links neben der Tannenspitze (oder doch Kiefer?) die Brücke erkennen, welche die Otok Pag (Insel) mit dem Festland um Zadar verbindet.

Die kroatische Küste ist voll von spitzen und messerscharfen Steinen, so dass ich wieder einmal mehr an den "Herrn der Ringe" denken musste und wie Frode und Sam sich ihren Weg durch die Emyn Muil kämpfen mussten... :-)

So habe auch ich fast eine gute Stunde lang Hand angelegt, da ich nicht unter einer Stromleitung übernachten wollte und meinen potentiellen Zeltplatz von größeren Steinen befreit...


... und soweit begradigt...


... dass ich mein Nachtlager im kroatischen "outback" aufstellen konnte. Auch habe ich am kommenden Morgen gemerkt, dass die Silo-Folie echt Gold wert ist, auf einem solchen Boden, da mein Zelt sonst jetzt echt sehr viele Löcher in der Unterseite hätte...


Mein bike musste ich zum ersten Mal gut 100 Meter weit weg parken, da ich ihm diese Tortur nicht antun wollte! Aber da keine Menschenseele weit und breit war, dachte ich mir zumindest, sei dies ja kein Problem. Allerdings wurde ich schon um 6 Uhr von den Schreien eines Schäfers, der mit seiner Herde vielleicht 300 bis 400 Meter weit weg vorbeizog, geweckt.. :-)

Ist schon ein komisches Gefühl, so ganz alleine in der "Wildnis" zu übernachten!? Aber irgendwie fühle ich mich in meinem Zelt recht wohl und sicher, wobei letzteres wohl eher ein Trugschluss ist!? 
Allerdings verliere ich mehr und mehr die Angst hierzu und fühle mich auch gut für nun in den nächsten Tagen wieder nach BIH hinein und weiter nach Serbien und Montenegro zu fahren! Und im Vergleich zum letzten Jahr, ist dies wieder ein großer Schritt nach vorne...! :-)

Bis bald dann und ich hoffe demnächst auch wieder ein paar interessante landwirtschaftliche Motive zu entdecken!


Ciao ciao...